Das Opus Dei ist eine Familie

Lorenzo De Vittori (29) hat Theoretische Physik an der ETH Zürich studiert und an der Universität Zürich in Astrophysik doktoriert. Begeisterter Bergsteiger und Eishockeyspieler, arbeitet er als Mathematiker für eine multinationale Versicherungsgesellschaft und leitet ein Studentenhaus und einen Jugendclub.

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Opus Dei - Das Opus Dei ist eine Familie

Was hat dich am Geist des Opus Dei angezogen?

Das Opus Dei ist eine Familie. Obwohl jeder von den anderen in Charakter, Alter, Herkunft und Interessen unterscheidet, habe ich im Opus-Dei-Zentrum, das ich als Jugendlicher besuchte, seit jeher eine freundliche Familienstimmung gespürt, wo man viel zusammen lacht, einander aber auch zuhört und sich für die anderen interessiert. Als ich mir überlegte, was ich mit meinem Leben anfangen sollte, war mir sofort klar, dass ich erst einmal Teil dieser Familie werden wollte.

Was für ein Unterschied ist es für dich, dem Opus Dei anzugehören oder nicht?

Als Mitglied des Opus Dei habe ich die wunderschöne Möglichkeit, menschliche und geistliche Bildung zu bekommen und anderen Menschen das Gelernte weiterzugeben. Ich versuche, meinen Freunden ein nützliches Instrument zu sein, so etwas wie eine Giesskanne: Mit ihr kann man Wasser transportieren und die Pflanzen begiessen, die es brauchen; sie kann aber nicht sich selber füllen, dazu braucht sie jemanden. In diesem Sinne ist für mich das Opus Dei beides: sowohl der Kannenschnabel als auch der Wasserhahn.

Ich versuche, meinen Freunden ein nützliches Instrument zu sein

Wie heiligst du deine Arbeit?

Der wichtigste Aspekt der Arbeit sind die Kollegen, die für mich eigentlich Freunde sind. In diesen Jahren habe ich gelernt, für jeden von ihnen derjenige zu sein, den er gerade braucht: etwa das, was ein Steigeisen für einen Alpinisten ist. Steigeisen bleiben normalerweise ganz unten im Rucksack; man sieht sie nicht, man spürt sie höchstens ein bisschen wegen ihres Gewichts. Aber wenn der Aufstieg steil und die Begehung des Eises schwieriger wird, dann montiert man sie an den Sohlen, und so geben sie einem Trittsicherheit und Vertrauen; sie werden zu einer zuverlässigen Stütze auf dem Weg zum Gipfel.